Samstag, 1. August 2009

Zurück in Rio

Hallo ladies and gentleman,
Ich sitze gerade im flieger nach rio und nutze die zeit um ein bisschen zu schreiben.
Mir ist aufgefallen dass schon mein letzter Eintrag von Rio handelt....kaum zu glauben so lang ists her....da war ich wohl ein bisschen schreibfaul, ich hoffe ein Phänomen was jeden Blogger heimsucht.
Ich habe mich dazu entschieden meine reisezeit hier nicht dazu zu nutzen um alles sehenswerte in brasilien zu explorieren (davon gibt es eh zu viel) sondern mich auf einige wenige ziele zu beschränken. Nachdem ich von Recife aus noch einmal nach Salvador gefahren bin, um da eine woche in einem luxushäuschen zu verbringen, welches wir über kontakte für lau zur verfügung bekamen und was der hammer war, fuhr ich mit kurzem zwischenstopp in recife weiter richtung norden nach fortaleza, Ceara.
Aber eins nach dem anderen.
In Bahia hatten wir (meine 3 portugiesischen mitbewohner und icke) eine super entspannte zeit. Aufstehen, sanduiche snacken, am riesenpool faulenzen, zum strand mit unserem mietwagen und nachmittags in nahe gelegene dorf um einkäufe zu tätigen. Abends grillen (es gab keinen herd) und caipiroska mixen. Telenovela schauen (furchtbar), karten zocken, pennen.
So kriegt man schon ganz gut ne woche rum.
Zurück in recife standen die letzten tage bevor. Ein letztes mal strand von boa viagem, shoppingcenter, in Recife Antigo ausgehen, fett essen gehen (rodizio, verschiedene sorten von fleisch werden einem am spieß an den tisch gebracht, wenn man ablehnt gucken die fleischmänner ganz traurig.)
Da nur noch wenige leute am start waren (viele konnten es kaum erwarten wieder in die heimat zu fliegen) fiel die abschiedsparty auch nich so dicke aus. Aber schön war es trotzdem.

Am 12. Juli bin ich dann nach fortaleza gefahren, das erste mal alleine reisen und ohne wieder nach recife zurückzukehren. Schon ein bisschen komisch das gefühl. Trotz einiger negativer aspekte hab ich die stadt ein wenig lieb gewonnen oder zumindest eine gute zeit dort verbracht.

In fortaleza kam ich per couchsurfing bei einer brasilianerin unter. Sie spricht sehr gut deutsch, sodass wir ab und zu das portugiesische verlassen.
Das gute an Couchsurfing ist einfach dass man sofort einen Ansprechpartner für alles hat und in diesem fall haben wir auch zusammen einen stadtbummel gemacht und sind abends n bier trinken gegangen. Zusammen mit Maarten, der ein tag vor mir angereist war.
Die stadt an sich ist ok, eine schöne strandzone, ein ödes zentrum und einige ausgehoptionen sowie ein recht sauberen strand (praia do futuro) der schnell zu erreichen ist und im ferienmonat juli auch gut besucht ist.
Am Donnerstag bin ich dann mit maarten nach jericoacoara gefahren, 7 h busreise.
Jeri ist bekannt als strand und naturparadies sowie für sein internationales flair und seine Sportmöglichkeiten (Kite und windsurfen, Surfen, reiten, Sandboarden und weeß der fuchs wat noch alles...)
Von daher mussten wir dort natürlich auch ma hinfahren. Kaum angekommen fühlt man sich gleich wie in einer anderen welt, alles scheint hier gut zu sein, es gibt nur straßen aus sand, keine Bank, kein shopping, keine verschmutzung.
Dafür jede menge unterkünfte, restaurants und Caipirinhakarren.
Dort verbrachten wir 4 nächte, in denen wir wenig schlaf bekamen. Dafür musste dann der späte nachmittag missbraucht werden. Wieder um 22.00 uhr aufstehn, caipi kaufen und die welt auf portugiesisch, englisch und deutsch diskutieren, im Anschluss tanzen.
Mein persönliches highlight bei diesem trip waren die beiden Tage an denen ich surfen war (nach ca. 2 h schlaf...). Ich kann nur jedem empfehlen der mal die gelegenheit hat sich mit nem brett vertraut zu machen diese zu nutzen. Es gibt keine bessere beschäftigung strand und sport zu kombinieren. Das erstaunliche war das trotz guter bedingungen nur wenig surfer am start waren sodass jeder seinen platz hatte. Im Surfshop hab ich auch noch 2 andere deutsche kennengelernt, die sich auch n brett ausgeliehen haben. Korrekte jungs, haben dann noch den nachmittag zuammen verbracht (sandboarden). Und auch in Fortaleza hab ich se noch mal am strand getroffen. So schnell und spontan lernt man leute wahrscheinlich nur auf reisen kennen, immer eine gute Erfahrung.

Zurück in Fortaleza hab ich eine nacht im hostel verbracht und die darauffolgende wieder per couchsurfing. Diesmal bei einem typen. Haben n gechillten tag zusammen verbracht, ich habe mit der family gegessen, meene wäsche wurde gewaschen, was will man mehr?
Und jetzt geht es nach Rio, endlich, ich bin am Ziel angelangt. Rio ist meiner meinung nach brasiliens aufregendste und schönste stadt (gut, ich kenne nicht alle, aber nicht umsonst heißt sie auch „cidade maravilhosa" - die wunderbare Stadt).

Rio hat alles, Strand, Großstadtflair, Berge, Party.

Der plan ist die ersten nächte im hostel zu schlafen und dann weitersehn.
Untergekommen bin ich im Riobackpackers, copacabana. Ein kleines aber sehr chilliges hostel mit guter atmosphäre. Und mit 30 reais (rund n tenner) die nacht inkl frühstück auch erschwinglich.
Ich lerne sofort n paar österreicher kennen und engländer auch. Es ist einfach krass interessant was die anderen so in brasilien erlebt haben, wie sie die dinge hier sehen, wie es reisetechnisch weitergeht etc. Erstaunlich wenige sprechen portugiesisch. Sogar das barmädchen spricht nur englisch. Noch schlimmer ist es wenn brasilianer mit einem englisch reden, obwohl man auf portugiesisch angefangen hat. (da bleibt die logik auf der strecke)

Die ersten tage regnet es ziemlich heftig bzw ist es bewölkt, sodass ich im hostel chille oder ins shopping barra fahre. Zumindest abends gibt es ein bisschen Aktivität, nimmt einen caipirinha in der hostelbar zu sich, hält small-talk oder geht aus.
Z.B. zur Casa Rosa, wo es jeden sonntag richtig geile livemusik und feijoada (brasilianisches Fleisch-Bohnen Gericht) gibt. Das alles in quasi perfekter location mit vielen locals und guter stimmung.
Ich wünschte mir einen solchen ort auch daheim, aber wahrscheinlich würde dazu der ganze kontext fehlen, sodass eine kopie unmöglich wird. Naja, irgendwo hat die Globalisierung auch seine natürlichen Grenzen, das mag man mögen oder nicht.
Kaum dominiert die sonne über die wolken, zieht es uns alle an den strand, der nur 10 minuten entfernt liegt. Wer kennt ihn nicht, den wohl berühmtesten Strand der Welt, die Copacabana!
Hier kann man super"abhängen", quatschen, sich bräunen, Menschen beobachten oder die wellen bewundern, die hier hereincrashen.

Der unmittelbare Strandnachbar ist Ipanema, bekannt durch „girl from ipanema". dieser strand hat einen tick mehr style als die copa und ist auch heute noch durch seine strandschönheiten (weiblich wie männlich) bekannt, die sich um einen bestimmten „posto" (Pfosten?) versammeln. Eigentlich ein lustiges Konzept, jeder Abschnitt des strandes lockt ein anderes Publikum an bzw. Ist durch dieses definiert.
Für jeden ist etwas dabei, so ist ein Abschnitt für die vielen Familien bekannt, der nächste für Leute, die die Farbenvielfalt und das Streifenmuster der Regenbogenflagge bewundern. (ich finde sie etwas überladen und bevorzuge eher simple designs).
Mich persönlich beeindruckt am meisten die einmalige komposition aus Wellen, blauem Wasser, Sand, bergen und Großstadt im Rücken, die ein einmaliges flair ergeben, das ich nicht vergessen werde.

Nach 6 nächten in 2 verschiedenen Hostels habe ich genug von müffelnden 6 bzw 9 Schlafsäääälen, schnarchenden und besoffenen Travellern, vom Leben aus dem 65Liter Rucksack allgemein. Ich will hier raus und was eigenes mieten dacht ich mir. Wie immer kommt einem da der „zufall" zu hilfe, ein treuer freund beim Reisen.
So lernen ich im ersten Hostel Christian kennen, ein junggebliebener Typ aus Kalifornien (er ist ende 30), der in der gleichen Situation zu sein scheint und beim Frühstückstisch die Tageszeitung nach Wohnungsannoncen durchforstet.
Ich bin froh ein Gringo zu treffen, der ebenfalls der Landessprache mächtig ist (nichts gegens englische aber zur zeit bahnen sich eher portugiesische Worte ihren weg durch mein hirn) und daran interessiert ist hier zu bleiben und ein neues Leben anzufangen. Interessant und praktisch zugleich, da wir uns gemeinsam auf die suche nach einer wohnmöglichkeit machen. Und rubbeldiekatz hat er durch einen kürzlich geschlossenen kontakt ein angebot in Copacabana, 2 freie Zimmer in einem schicken Apartment mit allem was man braucht.
So kommt es dass wir nach ca. einem tag suche schon etwas fest gemacht haben, wir sind beide zufrieden, die letzte Nacht in unserem Hostel zu verbringen.

Also werde ich einen Monat in Copacabana wohnen und mich als Sohn der Cidade Maravilhosa fühlen dürfen und jedem auf die Nase binden dass ich jetz in hier wohne ;)
Nach diesem Monat hier werde ich noch ein paar tage in sao paulo verbringen und im Anschluss Brasilien schon wieder verlassen...

Freitag, 15. Mai 2009

Novidades...

Hallo zusammen!
Lang ists her dass ich von mir hören ließ, wobei bilder ja auch als kommunikationsmittel dienlich sein können, so geschehen in meinem Fall.
Die Kurzreise nach Rio war spektakulär, das krasse kontrastprogramm zu recife.
Warum?
Wir kamen dort am flughafen an und wurden freundlich von einem Fahrer unseres Hotels empfangen. Auf der Fahrt zum Hotel fiel schon der unterschiedliche Dialekt auf. Die Cariocas - wie die Einwohner Rios genannt werden - haben einen krasseren singsang drauf, das heißt sie tragen ihre sätze fast wie liedzeilen vor, das ist zum einen sehr angenehm zu hören (man kennt diesen dialekt aus zahlreichen bossanovaproduktion, siehe tom jobim u.a.) und irgendwie auch besser zu verstehn. Außerdem wirkt dieser freundlicher und nich so dahingerotzt wie man es z.b. wunderbar auf einer taxifahrt durch recife wahrnehmen kann.

An meinem Geburtstag habe ich mir eine taxifahrt in rio gegönnt (was für ein Geschenk, dass ich mir da selbst machte), um schneller zu meiner Verabredung mit einem anderen deutschen Studenten zu gelangen und um ein wenig mit dem taxista zu plaudern und dem Dialekt zu lauschen.
So hat er mir über die favelas in rio berichtet, die teilweise eine erstaunliche infrastruktur aufweisen, ausgestattet mit asphaltierten Straßen, Apotheken, Läden und Schulen.....des weiteren besitzen die Bewohner zum großteil Fernseher, Kühlschrank und Klimaanlage...Dass das nicht repräsentativ ist für die favela an sich ist mir schon bewusst, aber interessant ist dieser fakt allemal. Ich hätte lust eine favela zu besuchen, hatte ich im Reiseführer gelesen dass das möglich ist, mit lokalem Führer der umfassendes wissen aufweist und diese Touren organisiert. Aber meine Begleitung in Rio war von dieser idee nicht so angetan, zu gefährlich! Glaube ich persönlich nicht, aber gut...nächstes Mal.

So Favela hätten wir erwähnt, ist dort wirklich omnipräsent, v.a. auf den zahlreichen Hügeln/Bergen mit denen Rio gesegnet ist, ein traurig-melancholisches Bild gibt diese Natur-Favela-Fusion ab.
Natur ist einer der Kontraste zu Recife. Beide Städte liegen am Meer und haben eine vergleichbare Strandpromenade mit zahlreichen Work-out-Stationen, kiosks, strandbars und sportiven Menschen, die nach dem perfekten Körper trachten oder ihn bereits stolz präsentieren...Rio kann aber mit dieser unglaublichen Lage zwischen Meer und Bergen auftrumpfen.
So fährt man mit dem Bus durch die Stadt, schaut verträumt aus dem Fenster und plötzlich türmt sich da ein monstrum von Berg vor einem auf...ab durch den Tunnel sieht man ein paar straßen weiter das tiefblaue meer glänzen...einfach perfekt.
Als Turist hält man sich eigentlich nur in in der Zona Sul auf, die die besseren Wohnviertel Rios einschließt, inkl Copacabana und Ipanema (....olha que coisa mais linda...).
Weiter vergleichend mit Recife wirkt dort alles urbaner, frischer, neuer, vielleicht vergleichbar mit einer Stadt wie Lisboa (nach Auskünften Davids der dort lebt fühlter er sich wie zuhause), also demnach einfach „europäischer" aber trotzdem exotisch..,
Die Cariocas geben ein bunt gemischtes Bild verschiedenster Einschläge ab - ethnisch gesehen - tendentiell aber eher europäisch (wir sprechen natürlich von der Mittel-bzw.Oberschicht).
Auch war die Interaktion mit den Leuten die wir dort kennengelernt haben irgendwie „gewöhnlicher" und vertrauter - verglichen mit Recife/Nordosten.

Alles in Allem also zwei extrem unterschiedliche Städte, beide mit ihren Reizen, wobei - das verraten wahrscheinlich meine Umschreibungen - ich mich eher mit Rio identifizieren kann.
So kaufte ich mir konsequenterweise ein T-shirt vom Stranddealer mit der Aufschrift „Carioca da gema" was frei übersetzt so viel heißt wie „Durch und durch Carioca"


Die anderen Fotos entstanden in Pipa (Rio Grande do Norte).
Ein chilliges hippie-surfer dorf mit viel Turies, Wellen und Delfinen, wobei ich persönlich letzteren nicht begegnet bin, die Wahrscheinlichkeit aber sehr hoch ist an einem der Strände mit ihnen zu schwimmen.
In Pipa hatten wir uns zu 12. Ein Haus für 8 gemietet, sodas immer jemand aufm Boden oder in der hängematte schlafen musste...aber ging schon irgendwie, der feine Malte hat immer ein gemütliches Matratzenplätzchen gefunden.
Tagsüber war Strand angesagt, abends party im Ort....die straßen waren tierisch vollgestopft mit turis, Brasilianern, Händlern, Imbisswagen...bei mir kam nur bedingt begeisterung auf, v.a. ist es immer schwierig sich mit so vielen leuten zu einigen wo man nun stehen bleibt, isst, tanzt etc...
Aber eine Nachte haben wir bis zum sonnenaufgang durchgehalten, ein qualitäts und spaßindikator wie ich finde...von daher war es eine seeehr chillige und lohnende Microreise.


Wohntechnisch bin ich nochmal umgezogen. Auf Dauer war es in meinem alten Heim schwer auszuhalten, die nächtliche hitze, die moskitos, der limitierte Raum in den Gemeinschaftskühlschränken etc....Also bin ich mit 2 Portugiesinnen und einem Belgier ins Strandviertel gezogen, ins hochhaus direkt am strand, sprich Meerblick aus allen Zimmern, immer eine angenehm kühle brise, praktisch keine moskitos...und ein wesentlich besseres Leben allgemein zwecks nächtlichen Aktivitäten, den Möglichkeiten sich auch bei Dunkelheit an der Strandpromenade aufzuhalten, sportliche Betätigung etc.
Recife is dadurch auf jeden fall um einiges cooler geworden, was mich sehr freut, denn zwischenzeitlich war ich extrem genervt von meinem Leben hier.

Aber so ist das wenn man in eine andere Welt eintaucht, es gilt die verschiedensten Herausforderungen anzunehmen und man wird zum „life-manager", will meinen man muss in kürzester Zeit (die Zeit vergeht inzwischen wie im fluge) sein Leben (welches ja fast unabhängig vom alten ist, also quasi ein Satellitenleben) umorganisieren, in den zahlreichen Lebensbereichen - Uni, Wohnen, Freunde, Aktivitäten, Ernährung, Reisen etc - agieren, Entscheidungen treffen um dann hoffentlich am Ende eine positive Bilanz aufweisen zu können, sprich eine richtig geile Zeit gehabt zu haben! Das ist jetzt natürlich penetrant ökonomisiert beschrieben, aber letztlich läuft es glaube ich so im Satellitenleben ab (und vielleicht auch im irdischen?)


Yo, also bis bald ma wieder....Abracos do Recife!!!!

Montag, 20. April 2009

Sonntag, 5. April 2009

Sonntag, 15. März 2009

Lebenszeichen!

Hallo an euch alle,



ich habe längere zeit nichts von mir hören lassen, aber es geht mir gut, sehr gut...

obwohl, gestern ging es mir nicht ganz so gut, nach einer durchkotzten nacht, verbrachte ich den ganzen tag im bett, chillte, sah mir "vicky christina barcelona" und "brügge sehen und sterben" an, 2 durchaus empfehlenswerte filme!

Heute habe ich den ganzen tag einen text für die uni vorbereitet, 24 seiten in ca. 5 stunden, thema: Sicherheit und gesundheit auf arbeit! Hoffe ma das geht mit der zeit schneller, denn eigentlich wollte ich heut zum strand...naja, muss ich noch rausfinden wie ich mich am besten organisiere, sollte vielleicht eher unter der woche lesen...

habe 3 kurse/fächer, Psychologie des Sportes, Sicherheit und Gesundheit auf Arbeit und Psicologia institucional, institutionelle psychologie???

Sportpsychologie is bis jetz sehr entspannt, mit ca. 30 leuten ein eher großer kurs...die anderen beiden habe ich bei demselben Professor mit jeweils 4-5 psychomädels, also ein eher kleiner kurs ;) d.h. in der praxis, ich MUSS die texte lesen, um etwas zu verstehen und einen guten eindruck zu hinterlassen...ach ja, und um etwas zu lernen natürlich! Und einschlafen sollte man vielleicht auch nicht während der 3 Stunden, was auf den megaunbequemen stühlen (diese typischen schulzeitstühle mit integriertem "tisch") auch als recht unrealistisches Szenario einzustufen ist. Ich vermisse den deutschen hörsaal!!!

Ab morgen habe ich dann noch einen Sprachkurs, "Portugiesisch für Ausländer", sehr schön...

da bin ich ja gespannt, hab eigentlich auch richtig lust drauf, weil doch des öfteren die grammatikalische Basis für den Entwurf wohlklingender portugiesischer Sätze fehlt.



Tja, was treib ich sonst so? Vorhin hab ich mir ne kurzreise nach Rio reservieren lassen, 3 Übernachtungen inkl. Flug für ca.200 euro...bis jetz bin ich in begleitung von 3 Portugiesen (Ana, Marta, David). Wer weiß wann ich nach Rio komme, also zugeschlagen und vorgefreut.



Am Freitag war ich auf einer Forro Party (Forro- Paartanz aus dem Nordosten, Akkordeon, sone Trommel, Triangel und optional Gitarre, Bass etc). Diesen Tanz tanzt hier wirklich fast jeder, also muss ich auch ran...die Feier beginnt immer nachmittags so um 4 oder 5 (ich dachte ich hör nicht richtig...) krass viele Leute und gute Stimmung auch. Man kann diese Art einfach nicht mit den unseren Feiern vergleichen, das meine ich ohne Wertung, es ist einfach anders.

Erfrischend anders, sehr locker: "Malte, kannst du schon forro tanzen?- äh, nöö, nurmal auf youtube gesehn... - Gut, komm her, is ganz einfach, 2 schritte nach links, 2 nach rechts..." mmh, sah leichter aus als es ist, aber fürs erste war ich hoffentlich nicht so übel ;) Ich kannte die musik schon bevor ich hierher gekommen bin, aber sie live zu hören und sich dazu zu bewegen hat schon style muss ich sagen.
Die Wochenenden davor war ich auch feiern, die meisten "Boates" (Nachtclubs) befinden sich im Strandviertel Boa Viagem. Beim Eintritt erhält man nach angabe seiner handynummer und vorzeigen seiner ID eine Karte, die dann den ganzen Abend mit Getränken belastet werden kann (soll). Kann mir gut vorstellen, dass sich schon manch einer bei Abgabe und Zahlung der Karte etwas gewundert hat..."Häh, sooooviel habe ich eigentlich nicht getrunken..." Bisher konnte ich mich zum glück noch gut zurückhalten, sodass ich z.B. für den "besten" club hier inkl. eintritt, 2 caipirosca, 1 vodka bull und nen bierchen ca. 20-24 € zahlte. Hinzu kommt dann noch das Taxi nach Hause, pro person ca. 4 € (zu zweit).
So macht weggehen Spaß.

Liebe Grüße aus Recife!!!

Donnerstag, 5. März 2009

Wir werden begrüßt.
















































Am gestrigen Mittwoch fand die offizielle Begrüßungsveranstaltung für die ausländischen Studenten statt.
Eigentlich begann das Ganze um 10.00 morgens, meine Wenigkeit jedoch traf erst um halb 12 oder so ein, kurz vorher noch Anton prahlend erzählt dass ich heute nichts zu tun hätte.
Ich bin froh darüber, dass es mir doch noch eingefallen war, der Tag war sehr cool.
Mir wurde erzählt, dass die Studenten offiziell begrüßt wurden, ein Film über die Uni gezeigt bekamen und anschließend - das bekam ich dann mit - mit einem hübsch hergerichteten buffet versorgt wurden. Als ich - endlos hungrig - zur Tat schreiten wollte, bekam ich die visuelle info, dass leider schon alles weg war, verfressenes Pack!!!
Na egal, also mehr oder weniger allen Hallo gesagt, Smalltalk hier, Smalltalk da und anschließend mit ein paar neuen Freunden zur herberge gelaufen, um dort die Wartezeit auf den Bus nach Olinda zu vertreiben, der Plan für den Nachmittag.
Ich lerne fast nur Portugiesen und Franzosen kennen, etwas verwunderlich aber immer sehr nett...und natürlich Angolaner und Mozambikaner, unsere portugiesisch sprechenden Freunde aus Afrika!
Die Stunden in Olinda sind hier fotografisch dokumentiert, wie man sieht viel Sonne, schönes Panorama und bunte Menschen...wahrscheinlich der schönste tag bis jetzt!
Bis bald, abracos pra tudos!