Samstag, 28. Februar 2009

Kleiner Ausflug













Hallo!

heute morgen sind wa mit 15 Menschen aus der Herberge hier nach porto de galinhas gefahren, ein recht beliebter Strandort etwas über ne stunde entfernt.
Hier habe ich mich zum ersten Mal wie ein echter Turi gefühlt, schön in großer gruppe durch das städtchen schlendern, sich Souveniers andrehen lassen...
Und leider hat es den ganzen vormittag geregnet, was uns dazu veranlasste in einem restaurant (typischerweise offen, das heißt open-air mäßig halt nur mitn dach über dem kopf) auf Besserung zu warten.
Diese trat dann am nachmittag ein, sodass wir sogar noch baden konnten und eine weile auf strandstühlen saßen konnten, yeah!
Der strand ist wirklich um einiges schöner als in recife, sauberer und keine haie.

Wochenenden lassen sich hier sicher gut verbringen. Perfekt.

Liebe Grüße!

Mittwoch, 25. Februar 2009

Carnaval mit Regen, Hunger und Müdigkeit

yo,


heute ist der letzte Karnevalstag zu ende gegangen, nur hartgesottene hardcorefans würden heute noch einmal den vormittag in olinda verbringen.


Dazu gehöre ich definitiv nicht.


Was soll ich sagen, der Karneval war ein wenig enttäuschend. Ob es an der sengenden Hitze tagsüber, oder an den Platzregen abends lag, oder an den unmotivierten Gringos (sprich uns: mein französischer Freund und ich)? Man weiß es nicht.


Jedenfalls verbrachten wir den ersten Tag in Olinda (Tag is übertrieben, es waren knapp 2 h), ausgestattet mit ein paar Reais, Fettfilm LSF 60 auf der Haut und wagen Vorstellungen von der Veranstaltung.


Wie erwähnt, wir waren ein wenig enttäuscht von den dortigen Geschehnissen. Im nachhinein erfuhr ich, dass wir wohl zu spät dort waren, DER Karneval wird dort vormittags gefeiert, sprich dutzende Musik -und Tanzgruppen, "blocos", die u.a. den pernambucanischen Rythmen frönen, Frevo, Maracatu...Schade, hole ich iiiirgendwann nach.


Warum weiß ich nicht genau, aber auch in den nächsten Tagen haben wir uns nicht dazu motivieren können vormittags in Olinda aufzukreuzen, stattdessen blieben wir in unserem Bairro und vertrieben uns die Zeit bis zum Abend mit Essen gehen (wie gehabt, Reis, Bohnen, Fleisch und ab und zu ein Burger) und Schlafen. Viel Schlafen.


Abends verlagert sich die Karnevalsparty traditionell nach Recife Antigo, das alte Zentrum Recifes. Verglichen mit dem Rest der Stadt ein wunderhübsches Viertel und eine passende Kulisse für das Geschehen. Straßen, Gassen und Gebäude sind geschmückt, überall wird mit Fleisch und Bier gedealt, die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein.


Auch hiervon waren wir die ersten Abende enttäuscht, die passende Erklärung lautet Regen, Müdigkeit und noch irgendwas. Also kann man dem Fest erstmal nichts vorwerfen.


Von den anderen Studenten aus der Pension erfuhren wir, dass sie eine super party hatten, im Regen zu elektro getanzt klingt ja auch nicht schlecht. Bloß haben wir zu dieser Uhrzeit schon wieder geschlafen, haha.


Wie hat man sich das vorzustellen? Viele Menschen (durch den Regen aber reduziert) jeden Alters, Musik aus jeder Ecke, kleine Blocos die trompetend durch die Gassen ziehen, mehrere Bühnen mit namhaften brasilianischen Künstlern und viiielen Buden. Und nicht zu vergessen einer beschwingenden Atmosphäre.

So viel dazu...


Anmerkung: Blog verspätet gepostet.

Freitag, 20. Februar 2009

Uni und Strand

Guten Tag,
es ist Freitag Abend, diese Nacht beginnt der Karneval, das Fest der Feste hier.
In einer Stunde fahre ich mit der Taxe nach Olinda, da jibt es musik.
Die letzen zwei tage war ich in der uni, keine der veranstaltungen, die ich besuchen werde fand statt. Dafür wurde ich aber herzlichst empfangen, um Kontakte muss man sich nicht wirklich sorgen.
Die Räumlichkeiten in der Uni erinnern mich stark an meine Zeit in der Oberstufe, Klassenraumgröße, Stühle mit integrierten "Tischen", schöön unbequem. Ca. 30 Leute finden in so einem Saal Platz. Die Studenten belegen teilweise zwei der Sitzgelegenheiten, eine für den Allerwertesten, die andere für die Beinchen. So wird in lockerer Atmosphäre vorgetragen und diskutiert. Sehr angenehm. Leider nicht viel verstanden. (Nach "meiner" Veranstaltung blieb ich noch für eine andere, die ich aber nicht besuchen werde. Freud auf portugiesisch muss nicht sein.)
Am Freitag, den ich jede Woche frei haben werde, war ich mit Maarten das erste Mal am Strand von Boa Viagem. Dafür mussten wir erst einmal eine kleine Reise auf uns nehmen und ca. 40 min im Bus verbringen. Naja, so sieht man halt was von der nicht gerade ansehnlichen Stadt.
Dafür bin ich von dem Strand positiv überrascht. 7 km Sandstrand, Gratis-Halbliegestühle und Schirmchen. Dafür kommt alle 5 min. ein Händler mit exklusivem Gut wie z.B. afrikanischen Tüchern, Skulpturen oder Eis und Snacks vorbei.
Alles unnötig, von daher kann der Gringo es nur als Belästigung einordnen.
Witzigerweise planschen nur wenig Leute im lauwarmen Wasser...Naja, wer will schon als Haifischfutter enden oder? Spaß beiseite, weit raus schwimmen sollte man schon bleiben lassen, aber gegen n bissl planschen und sich mit den Wellen beschäftigen ist eigentlich nichts einzuwenden.
Also alles in allem is der Strand durchaus zur Erholung zu gebrauchen und weiterzuempfehlen.
Bin gespannt wie sich das Strandleben entwickeln wird...
Wohntechnisch habe ich mich dazu entschieden, in eine Residencia estudantil in Uninähe zu ziehen (http://www.residenciadaspalmeiras.com.br). Zahl ich 140 € im Monat, Einzelzimmer mit Bad, Küche wird geteilt, quasi Hoyerswerdaer Part2, nur komfortabler! (Anton, zieh doch hier ein, kannste einfach Fernstudium machen;))
Cool daran finde ich, dass hier viele Studenten rumhängen und ich schon am Montag einziehen kann...derzeit könnte ich den ganzen Tag über diese "pension" hier meckern...naja, so haben die anderen Mitbewohner und ich wenigstens was zu reden und zu lästern und zu lachen obendrein.

Ansonsten steht jetzt Karneval an, ich bin seeeehr gespannt...wenn das nicht nice wird weiß ich auch nicht, Recife und Olinda, meene kleenen, bitte enttäuscht mich nicht!!!

Big Up!

Dienstag, 17. Februar 2009

Universidade Federal de Pernambuco
















Heute war ich das zweite mal in der Uni (10 min zu fuß), also wieder schön mit der plastiktüte anmarschiert, mein "learning agreement" im gepäck, auf welchem die kurse verzeichnet sind, die ich vor habe zu belegen. 5 Kurse a 3-4 h die woche.

Vorerst ging ich nocheinmal zum international office, weil ich die dame so nett fand, die mich gestern gleich mit namen begrüßte bzw. weil ich einen Plan vom campus haben wollte.

Anschließend besuchte ich das Büro der Psychologen, wo ich mich endgültig in die kurse eintragen sollte.
Der Coordenador war sehr nett und innerhalb weniger Minuten war ich in die kurse eingeschrieben, die ich mir in einer Nachtschicht in Deutschland zusammengesucht hatte.

Morgen werde ich wohl die erste Veranstaltung hören, vorausgesetzt sie findet statt ;)

Außerdem schoss ich ein paar fotos auf dem Campus, das Ergebnis ist der eigentliche Grund für diesen Post.

Die ersten Tage aqui...

Einen wunderschönen Tag!

Es ist Dienstag, 9Uhr morgens....ich bin schon seit ca. 2 stunden wach, hab das gefühl das leben beginnt hier ein bisschen früher...naja, is ja schließlich schon lange hell und um 18 uhr wird es schon wieder dunkel.
Es kommt mir so vor als ob ich schon ne woche oder so hier bin, wenn jemand dafür eine psychologisch fundierte antwort hatte, bitte! Ich habe mich inzwischen mit der pension in der ich für einen monat wohne abgefunden und auch ein bisschen zu schätzen gelernt. mein Zimmer wurde 2 tage vor meiner ankunft hochgezogen, n bett rinngestellt, fertig! Es ist klein und ich würde es eher als ein provisorium bezeichnen. Dafür wohnen hier ne handvoll cooler leute, aus Canada, Frankreich, Brasilien....am sonntag waren wir alle zusammen mittag essen, es gab huhn, bohnen, pommes, reis, das ist so ne art standard hier, es gibt halt eine sorte fleisch und dazu die benannten beilagen, also sehr einfach gehalten aber ziemlich lecker...Dazu gab es natürlich bier (cerveeeiija) was hier eher wie wasser schmeckt, aber einfach extrem erfrischend ist bei der hitze...so war die stimmung auch gleich sehr gut am tisch und der Brasileiro sorgte für viel Unterhaltung :) Thema ist immer wieder das deutsche bier, er hat videos von deutschen beim bier trinken gesehen und versicherte mir, dass er großen respekt davor hat und irgendwann einmal mit ihnen trinken möchte.
Am Abend war ich in Olinda, ein malerisches kolonialstilstädtchen ein paar km entfernt von recife. In der Zeit vor dem Karneval gibt es da jeden abend musik (samba, maracatu, rap) und trunk und tanz...Pre-Karneval eben...Es ist schon so wie ich es mir vorgestellt habe, alle fröhlich, alle am samba tanzen (die kleenen mädchen gehn schon richtig ab), gute laune und lautstärke.
Da ich noch mit meinem Jetlag zu kämpfen habe bin ich partytechnisch aber noch auf sparflamme eingestellt...So nahmen wir gegen 22.00 unser taxi nach hause.
Am Montag war es so weit, mein erster Unitag stand an...Aufstehen, duschen, das wenig schmackhafte frühstück zu mir nehmen, ein paar formulare inne plastiktüte geschmissen und los gings...
Erste Station war das international office, wo man mich mit: "AAh, Paulo?!" begrüßte. "Jaaa, ganz geeenauuu!" dacht ich mir und antwortete mit "Sim." (JA) So durfte ich neben 3 portugiesen platz nehmen, die wohl auch gerade erst gekommen waren und auch psychologie studieren. Cool, schonmal nicht alleine...
Die Verständigung mit ihnen lief weniger gut, das portugiesisch in portugal klingt krass anders, fast wie eine andere sprache...also mussten sie alles 3 mal wiederholen, aber ich denke unter diesen umständen hab ich schon recht viel über sie erfahren...und zur not sprechen sie auch englisch...Danach mussten wir zum Immatrikulationsamt und anschließend zur "Faculdade de Ciencias Humanas", ein recht unansehnliches hochhaus auf dem campus, der mir wiederum ziemlich gut gefällt, weitläufig, viel grün, schattige plätze und rundherum kleine chillige bars, wo wir auch unser mittagessen einnahmen. Huhn, Bohnen, Reis und Salat, standard. Ein Teller kostet so um die 2 Euro, halt so viel wie draufpasst.
Nach dem Essen war ich so fertig (lag wohl auch an der sonne) dass ich mich wieder in die pension begab, wo ich ein wenig entspannte...Das war aber nach einem kurzen blick auf mein handy auch gegessen, Cecilia lud mich ein ihr apartment zu besichtigen, wo ich eventuell einziehen kann...mit ihr hatte ich schon von Dresden aus gequatscht, vermittelt über eine andere deutsche die hier studierte...Die wohnung is richtig cool gelegen, supermarkt um die ecke, ein paar leute auf der straße....Cecilia ist richtig lieb, und die wohnung ist verglichen mit der pension ein traum...privatsphäre, ein vernünftiges bad, 2 Schränke im Zimmer...hoffe dass ich dort einziehen kann. irgendwann im märz würde es los gehen...
Abends nahm ich dann das erste mal alleine den bus, wieder schön beobachtet gefühlt hab ich mich...naja, frage der gewöhnung. Als ich ausstieg (der Kassierer im bus sagt einem bescheid) war es schon dunkel und ich betete, dass ich mit meiner Visa card und 450 reais in meiner tasche sicher zu hause ankommen würde...ich muss dazu sagen, dass ich gehört habe, dass unsere gegend hier nich soo sicher ist...aber nichts passiert...Als ich die pension betrat waren Maarten und Felipe am Essen...Marrten schön verbrannt, drei farbige haut mit bodyshirt abdruck, great success...echt übel die strahlung hier...das essen war ma wieder mittel, viel fleisch, reis und bohnen...dafür gabs leckeren Cajusaft...Felipe (der Bierbrasilianer) und ich kamen auf die idee ein paar bier zu holen...12 dosen für ca. 5€ in einer art kiosk/bar, in bzw. vor der eine komplette familie saß und entspannte bzw. einen kokos-käse snack bereitete...sehr lecker! uns wurden stühle angeboten und wir genossen das bier und das klima auf der straße, zu geil. Auf dem Rückweg liefen uns die mädschne aus canada übern weg die lust auf ein caipirinha hatten...Also suchten wir 5 gringos und felipe eine bar auf...Caipi für 70 cent, live musik und gute stimmung. open air natürlich ;)
Muss gleich wieder zur uni um meine immatrikulation zu besiegeln...

liebe grüße aus der Cidade Universitaria...

Sonntag, 15. Februar 2009

Ankommen...
















Am 13. februar ging es los....meene family und die kindl homes brachten mich nach tegel, von wo ich per lufthansa über münchen und sao paulo nach recife transportiert würde.

Der Abschied war feucht fröhlich, bier und tränen flossen...jetz geht es also los, kaum vorstellbar aber gut...ich begab mich ins flugzeug.

Flug nach München war problemlos, wurde von einer Dame aus Georgien mit spanischen Süßigkeiten versorgt, die sie auf ihrer Shoppingtour (Grund der Reise nach Berlin) in Berlin erstanden hatte...Wartezeit in München war kurz und gleich weiter nach sao paulo...fensterplatz mit unauffälligem brasilianischen sitznachbarn, der im gegensatz zu mir prima schlafen konnte, sodass ich schön des nachts über ihn drüber steigen bzw. stolpern durfte, um mir die trombose beine zu vertreten und das WC zu besuchen.

Nach nur 12 stunden war der spaß dann auch vorbei und ich sollte in den flieger nach recife steigen....der wartete leider nich auf mich und ich war auf den nächsten angewiesen, ca. 4h später. Da ich gehört habe, dass man sich hier über so etwas nicht aufregen sollte ließ ich es auch bleiben und chillte...nachdem ich auf dem flughafenklo meine sneakers zu gunsten von flip flops wechselte.

Nach weiteren 3h flug war ich am Ziel angekommen...Recife, Pernambuco, irgendwas um die 30 Grad.
Am Flughafen warteten bereits mein belgischer Freund Maarten und zwei neue homes von ihm auf mich...nice! So hab ich mir das vorgestellt, schön stressfrei mit auto zu unserer pension gebracht werden und erst einmal entspannen....mmh, war leider nich drin und es ging nach kurzer diskussion mit meiner vermieterin über die länge meines verbleibes weiter per auto zu der freundin des neuen freundes maartens. Mein größtes Bedürfnis - eine kalte dusche - wurde dann in deren suuupergroßen apartment mit Meerblick befriedigt. Dafür bekam ich ganze 5 minuten zeit, da wir ja noch auch eine art straßenparty wollten....kann man sich vorstellen wie karneval der kulturen, bl0ß sieht man selber auch ohne verkleidung aus wie ein paradiesvogel. Es war voll, chaotisch, alle waren besoffen und es lief diverse musik...ich war froh mit einer hand voll brasilianern unterwegs zu sein, auch wenn die kommunikation noch ausbaufähig zu sein scheint.
ich war froh nach einer stunde aus diesem doch teilweise bedrohlich wirkenden straßenumzuges in einer "arabischen" fastfoodkette angelangt zu sein, ich hatte tierischen hunger. Die Snacks waren mittel aber das war mir in diesem moment ziemlich wurst.
Endlich würde ich nach hause gefahren werden!!! Duschen, juhu! Schlafen, nee! Viel zu heiß, ventilador bringt keene punkte....fuck!

Jetz wird jebloggt...

Einen wunderschönen Tag wünsch ich...
mit diesen tastenhieben mach ich mich nun selbst zum mitglied der blogger "community"...Es soll ein Dokument meiner Zeit in Brasilien werden, zum drin stöbern, zum sich erfreuen, zum lachen und zum senden....senden von grüßen (auch big ups genannt), fotos, neuigkeiten und sehnsüchten...
Ich hoffe, dass ich hier eeeeiniges reinschreiben werde, um eine connection zu meiner homebaze zu erhalten, good old berlin city und mittlerweile ja och übelst Dresden nu...

Viel Spaß damit, los jehts...